FOOD MARKET GRAZ HERBST VERSION

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Essen wird in der heutigen Zeit überbewertet. Ein China Restaurant stößt an den nächsten Kebab und mündet im Subway und co. Wir erwarten uns nicht mehr viel von Essen, sind schon zufrieden, wenn wir einen Fladen, gefüllt mit Gemüse, Fleisch und scharfer Sauce statt für 3,50 um die nächste Ecke für zwei Euro nachgeschmissen bekommen, um dann noch zu erwarten, dass wir nicht übermorgen mit einer Magenverstimmung am Klo sitzen…

Wir sind nicht in Berlin, wobei dort der Standard auch schon aufgerundet wurde. Einmal zum nachschmeißen – äh, mitnehmen bitte. 🙂

Doch heute stoßen wir uns mal vor an unsere Grenzen. Wir sind mutig und sagen ja, ja zum STREET FOOD MARKET 2015 in der Freiluft Arena in Graz, denn dort befand sich der Markt, der sicherlich nicht mit einem leeren Magen verlassen wurde. Höchstens mit aufgeblähten Bäuchen, einer viel zu leeren Geldbörse, und dem Gedanken daran, wie geil einfach alles geschmeckt hat. So ging es auf jeden Fall Denise und mir.

Mit dieser fand ich mich also gegen halb eins bei der Messe ein, und erfreute mich schon einmal über die lange Schlange. Obwohl die Veranstaltung das ganze Wochenende von statten ging, waren Samstag und Sonntag dennoch die best besuchtesten Tage. War aber auch klar.

Auf’s Essen selbst mussten wir aber nicht lange warten. Wir schlängelten uns durch die Menschen (wir Schlingel), und fanden uns sogleich wieder in Japan. Oder China. Hauptsache gutes Essen. Geographie war leider nie so mein Ding…

 

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Wer sich diese speziellen „Tortillas“ selbst einmal munden lassen möchte, sollte sich auf der Wienzeile blicken lassen. Mir wurde erklärt (als Non-Wienerin und „i kenn mi eh nix aus“), dass es sich direkt beim Naschmarkt befindet. Hier könnt ihr euch deren Facebook Seite und Fotos anschauen. Leider gibt es ja noch keine Geruchs-App…
Wie es geschmeckt hat? Na, wenn’s nicht so der Burner gewesen wäre, würde ich dafür keine Werbung machen oder? Es ist sehr fädrig, aber grenz genial. Hing mir auf jeden Fall den ganzen Besuch über nach. Wenn ich mal wieder in Wien bin, komme ich auf einen Happen vorbei!

 

TAKOYAKI (Im Schlachtruf natürlich ausgerufen!)
Steht übrigens für gebackene Krake. Bin ich die einzige die jetzt an Fluch der Karibik denkt?
Ok…

 

Unter anderem stolperten wir auch über einen weiteren Stand, (und rissen ihn zum Glück nicht nieder, wir verschütten lieber Suppe!) der Takoyaki anbietet. Noch nie im Leben gehört und gesehen wollten wir es natürlich ausprobieren, und da wir Wraps und co. zu genüge in Graz essen können, wollten wir neugierig sein, und natürlich ein bisschen ängstlich. Die Herstellung ist genial. Schaut es euch doch mal hier an. Gefüllt wird eine Art Teig jeweils mit Gemüse und Fisch (oder vielleicht auch Fleisch). Dieser, wie man im Video sehen kann, wird dann eingearbeitet und kriegt so die Form eines kleines Balles. Wir haben sie mit Garnelen gegessen. Sie schmecken sehr fluffig, wenn man abwarten könnte, und nicht sofort in die brennhasse Mischung beißt. Ups. Die Garnelen geben den gewissen Kick durch ihre Struktur, und werten alles auf. Goil.

 

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Sie schmecken schon geil, aber es ist für mich persönlich nicht etwas, was ich jeden Tag essen würde. Behält so natürlich auch wieder den Reiz. Irgendwie ist es mir zu gatschig. Ja ja, ich und meine Wunschvorstellungen immer vom Essen und co,…

Unter anderem gönnten wir uns dann auch noch selbst gemachte Frühlingsrollen mit Sweet Chili Sauce, die auch gut waren (je mehr Sauce man bekam), fragen dürfte ich mich aber persönlich nicht, was da drinnen ist.

Über die Frühlingsrollen dann hinweg essend, gaben wir uns dem Trüffel hin, um danach die Süße Session zu beginnen. Nachdem wir natürlich essens-geizig sind und einem Herren die Suppe über die Hand gossen, mussten wir selbst vom Geschmack überzeugt werden.

Ich könnte mich in die Suppe hinein legen, dass sag ich euch meine Froinde. Der Trüffel hat so perfekt in die Suppe gepasst. An jener könnte ich mich höchstwahrscheinlich satt essen, auf Lebenszeiten. Ob ich wohl anfragen kann, auf ein Suppen – Abo? Wayne.
Tartufo Prestige nennen sie sich jedenfalls, und hatten neben Suppe, Schweins Medaillons und Nudeln mit Trüffeln zur Auswahl. Falls es nun aus eurem Handy und co tropft, sorry, ich krieg schon wieder Heißhunger, wenn ich nur daran denke.

 

 

 

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Um sogleich auf den nächsten Aussteller zu kommen. MaPesa produziert Burger, wie das Bild vermutet, und haut euch von den Socken. Mit Hochdruck und co. Houston, wir haben ein Problem… und zwar GEILHEIT. Wir ließen uns überraschen, und ich bin der Mixtur ohne wenn und aber erlegen. So ein guter Burger. Welcher das jetzt von den dreien genau war, kann ich euch leider nicht sagen, aber ich vermute es war Numero Uno oder vielleicht sogar der Zweite.

Zu guter Letzt, kamen wir dann wirklich zur Süßen Verkostung. Neben Marktbesitzer 24/3, die ihr Essen anboten, gab es auch jeweils Liköre, Schnäpse, Schilerol und Gewürze.

 

Dieser „Laden“ hat es mir auf jeden Fall angetan. Sinnesfreuden nennt er sich, und bietet neben Likören auch Honig, Pasteten, Sirupe, Essig/Öl und vieles mehr an.  Ich bin ja so ein Schokolade und Kirsch Fan, dementsprechend habe ich mir die kleine Version des Likörs mitgenommen, und erfreue mich jetzt schon am Geschmack. Falls, und das wird sicherlich passieren, der Street Food Market noch einmal in unseren Hallen stattfindet, schaut vorbei.

 

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Was die Preise angeht bin ich etwas skeptisch. So gibt es bei gewissen „Standln“ eine größere Version, während man sich bei andern Händler um sechs Euro vermindert und nur eine „Kostprobe“ bekommt. Veranstaltungen sind sowieso teuer, so sehe ich es ein dass die Preise anders gemacht werden, doch halte ich dennoch was von einer Einheitsgröße, und entferne mich lieber vom großen „Geldmacherei“ Dreieck.

 

Wer sich satt getrunken hatte, ich zumindest mit einer 2cl Kostprobe, schlenderte dann weiter, und landete bei der Casino Graz Auslose, um mal schnell mit Glück und Geschicklichkeit (ich besitze weder das eine, noch das andere hihi) einen schönen Abend in den Räumen am Hauptplatz zu gewinnen. Darüber werde ich natürlich auch noch berichten.

 

Um auch noch von vornherein dir alles weg zu nehmen, so wie Haftbefehl es singen würde, muss ich debattieren, dass wir natürlich nicht alles probiert haben. Dafür hab ich zu wenig Geld und einen viel zu kleinen Magen. Dessen ungeachtet hat jeder Shop, jeder Besitzer, jeder Mitarbeiter, gemeinsam und vor allem als Team einen super Job gemacht. Essen verbindet, und das merkt man erst dann am meisten, wenn man sich verköstigen lässt, mit Menschen die man gerne hat.

 

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Nach all den guten Speisen, Likören, Schilcher Spritzern und Schilerol, blieben wir dann bei „Das Tortenatelier“ liegen. Ja gut, wir standen, aber wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, ich wäre gerollt und liegen gelassen worden. Ja, daran zweifle ich auch.

Diese wunderbaren Bäckermeister haben Sachen kreiert, mir fallen nicht mal so wunderschöne Wörter ein, um euch wirklich erklären zu können wie Himmel schmeckt. Aber überzeugt euch doch mal selbst vom Tortenatelier, und besucht es in der Triesterstrasse 136 (leider nicht 38). Liken dann nicht vergessen, denn wir leben alle von Werbung.

 

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Bei Wünschen und Bestellungen, kreieren sie natürlich für deinen persönlichen Anlass auch das Passende. Falls ihr also demnächst mal Geburtstag habt, was ja einmal im Jahr passiert, oder ihr ne Familie habt die sich ab und an mal trifft und zusammen sitzt – gönnt euch und findet den Weg in die Triesterstrasse…

 

Ein großes Lob muss man natürlich auch an den Veranstalter selbst bringen. So etwas zu planen und zu gestaltet erfordert immer viel Geduld und viel Zeit. Da es nun nicht mehr der erste Termin ist, haben Sie alles ziemlich im Griff und sind ein eingespieltes Team. Ich freue mich immer wieder auf die „Party for food“ zu kommen, und erwarte die nächsten Termine.

 

Wart ihr selbst schon einmal auf einer dieser Veranstaltungen? Mittlerweile gibt es die ja schon in allen großen Städten und lädt zur zweisamen Besinnlichkeit ein (auch wenn wir noch nicht einmal Weihnachten haben). Ich wollte damals schon im Sommer gehen, aber da war es mir viel zu heiß, und wahrscheinlich musste ich mich ausnüchtern, Frau weiß es nicht mehr so ganz.
Was habt ihr so gegessen, und von was wart ihr am meisten angetan? Ich muss sagen, auch wenn die Tortillas am Anfang waren, mein Himmel war am „Naschmarkt“. Die Mini Cupcakes und die Lemon Tarte waren, um es wie wie die Jugendlichen zu beschreiben „wödklass oida, bist deppat he“. Aber vergessen wir den Burger nicht…
Schreibt mir doch ins Kommentar Feld was ihr so dazu sagt.

Schönes Wochenende noch!

Eure Sophia…

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