FEAR AND LOATHING IN BRATISLAVA!

Ich schüttle den Kopf, erwarte mir dadurch Schmutz und Schand weg zu schwämmen, und fische nach der nächsten Zigarette. Ich bin, also werde ich höchstwahrscheinlich noch lange an der qualmenden Stinkschleuder hängen, und es wird mir gefallen, wie es mir gefallen wird. Firma dankt, beehren Sie uns bald wieder!

Ich schließe die Augen, versuche meine Müdigkeit zu hinter listen, und sehe lieber gewisse Buchstaben vor meinem inneren Auge als endlich aufzugeben. Wir haben wieder ein tolles Wochenende gemeistert, ich möchte mich bei jedem Mitwirkenden bedanken. Zwischen umsonst Geld verschwenden und einer gelungenen Zeit liegen Welten. Ich habe wieder alles mitgenommen, bin egoistisch geworden, um nicht zurück gelassen zu werden. Und ich höre es mir wieder an, mein Sonntagslied.

Meine Optik macht mir einen Strich durch die Rechnung. Zwischen Schlafmangel und erhöhter Aufmerksamkeit, verstricke ich mich in den Gedanken Insekten und zerberste. Ekliges Zeug!
Nur einmal kurz die Augen schließen, nur einmal kurz die Welt anhalten. Mein Rücken möchte mich knechten; Knistern tönt aus dem Flachbildschirm, und ich hätte doch lieber alle wieder zurück. Nie alleine, stets die Bude voll. Höre den Bass unter meinen Beinen nach brummen, während ich dem Verlauf meiner Tapete folge, mich hinter weißen Schleier verstecke, und hoffe dass es nicht schlimmer wird, zwischen Öde und Fantasie. Sie beeinflussen nicht mein Handeln, sie denken ich könnte mich manipulieren. Falsch gedacht.

Will ihr Gesicht erkennen. Hinter Floskeln sehe ich nicht den Menschen, sondern die Tat.

Und ich überwältige mich selbst. Handle ohne nachzudenken, und verstricke mich in ein lockeres Leben. Lecke mir demonstrativ über meine Oberlippe und spüre die errötete Stelle.

Wir haben Bratislava überlebt. Wenn ich daran denke, sitze ich immer noch völlig aufgedreht im Auto, die Lichter laufen blinkend an mir vorbei, der Bass übertönt jedes Gespräch.

Ich war noch nie von einem Wochenende, wie vorletztes so kaputt, obwohl ich nicht einmal fort gegangen bin. Wenn du Montag Morgen die Türe aufmachst und dein Kreislauf nicht unbedingt freundlich winkt, merkst du, du wirst alt. Oder hast es einfach wieder total übertrieben. FATALITY!

Bratislava war im Vergleich dazu eine Ausnahmesituation. Wie motiviert ich an diesem Tag war ist fast eine Glanzleistung. Zwischen Enthusiasmus auf der Autobahn und Ekstase, sitze ich aber leider schon wieder hier, und lasse Revue passieren. Line Up sah wie folgt aus.

 

 

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Hat man so stehen lassen können. War einfach perfekt. Seit langer Zeit nicht mehr so gute Musik gehört. War ganz in meinem Element. Nein, jetzt mal ehrlich, ich war wirklich zufrieden. Wenn man bedenkt, dass Marco mich eigentlich auf die Musik gebracht hat. Wie vielseitig Musik sein kann, und wie sehr man mitfühlen kann. Vergleichswert war dazu der nächste Abend nicht wirklich. Univiertel ist wohl nicht mehr unbedingt mein Gebiet.

Passend dazu ein etwas „schockendes“ Foto. Ich finde ich schaue schockiert auf jeden Fall. Die Uhrzeit sagt nichts über meinen Zustand aus, haha. Das war wie man sehen kann im Backstube Bereich (was man natürlich nicht sieht. Huch, ein Sessel) Des weiteren könnt ihr auch leider nicht sehen, wie günstig dass Bier draußen war. 1,90 für ein normales 0,3. Ich war im siebten Himmel.

 

 

Timetable:

2100 ROBX
2200 CYBER
2300 SYNTHAKT
0000 FRAGZ
0100 GANCHER+RUIN
0200 LOOH
0400 SAVAGE

War meiner Meinung nach ein super Tag / Nacht Programm, und ich freu mich schon auf die nächste Session die wir anreisen werden. Danke nochmals an meine süße Denise. Hätt‘ mir niemand besseren vorstellen können. Gegen Sechs sind wir dann aufgebrochen Richtung Home Sweet Graz, und waren dann gegen, ich hab keine Ahnung mehr zuhause.

Biosphere – Kobresia 

Biosphere – Poa Alpina

Und ich frag ob alles okay ist, als würde ich etwas zum trinken anbieten. Ich vergrabe meine Wünsche Hinter Bergen voller Misstrauen, Berge voller Unsicherheit und Verzweiflung, und setze meine Sonnenbrille auf. Bewundere meine neueste Eroberung, meinen schönen Ringe und widme mich der Gegenwart.

Und ich will es doch nicht. Zwischen Wunschvorstellungen und Realität liegen Welten. Ich zünd mir meine nächste Zigarette an, und schau zu ihm rüber.
Liege zwischen Walking Dead und Schlafen, und kann es dennoch nicht.
Zu wenig im Kopf, aber zu viel in den Beinen. Hab keine Lust mehr dieses ständige alleine gehen, diese kurzen Wege gemeinsam und dann wieder alleine. Doch auch, irgendwie bewundere ich diesen lifestyle, diese verwundbar und Unverwundbarkeit. Das Leben als Rätsel, stets die Person, die mit sich selbst am meisten klar kommen muss.
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