DREIUNDZWANZIG

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Alter ist relativ. Ist immer so ne Aussage. Meist ist selbst die Message relativ, denn was erwartest du dir davon? Du speist jemanden damit ja nur ab… – sorry ich hab echt keinen Appetit. Und so stürze ich von einem zum nächsten Jahr, balanciere und falle hin. Wir zelebrieren Tage, die ab einem Zeitpunkt sowieso keine Relevanz mehr haben, um uns darüber zu freuen dass wir wieder auf etwas anstoßen können. (Wobei ich ja im „Ausmaß“ Provokationstrinkerin bin. Ich trinke gegen den Strom… Fühlt sich mittlerweile am nächsten Tag so an)

 

Doch auf was stoßen wir denn wirklich an? Nur noch 40 Jahre to go bis ich ins Gras beiße, klingt ein bisschen heftig  – schlussendlich ist es aber der Hinweis der im Kopf bleibt.

 

Mit dreiundzwanzig solltest du souverän sein. Mit beiden Beinen im Leben stehen und wissen was du hast, und worauf du noch hinarbeitest. BULLSHIT. Wir leben in einer Epoche die sich so schnell so drastisch verändert und wollen uns als Mensch mit unserem Umfeld so stark etablieren, dass wir uns stets in die nächste Depression stürzen, noch mehr von uns verlangen und immer schöner scheitern… (Buchtipp an dieser Stelle: Ich habe die Unschuld kotzen sehen…)

 

Wenn du den faulen Hund beim Kragen gepackt hast, bist du bald fertig mit deinem Bachelor im Studienfach xy. Während andere nach dem großen Geld Ausschau gehalten haben und einstweilen ihre Kontaktlinsen verloren, hängst du in einer Firma und bist bodenständig geblieben. Sollen die anderen ihr Glück versuchen, nach meiner Ausbildung will ich nicht noch einmal lernen denkst du dir. Oder du gehst her wie ich, brichst deinen Winterschlaf endlich einmal ab und integrierst dich „provisorisch“.

 

Unterm Strich (zähl ich) befinden wir uns täglich in einem Strudel aus Existenzängsten, der Suche nach „sich selbst“, wie auch nach dem Menschen der dann bleibt. Wir vergeuden unsere Stunden, um uns darüber aufzuregen dass wir viel zu wenig Zeit haben, verlieren aber zu schnell das Interesse um noch zu erhoffen, dass etwas lang anhaltend ist. Kommst du rum? Mir ist fad… Aber hey, Beziehung ist nicht so mein Ding.

 

Wir zwingen uns selbst in Phrasen hinein um zu erhoffen dass es schlussendlich dass ist, was wir wollen, um enttäuscht zu sein dass es nicht das ist wovon wir ausgegangen sind. Ich hab längst aufgegeben Gänseblümchen zu zählen… Ist es nun das, die Enttäuschung. Das Leben zu leben mit dem letzte flauen Gefühl, zu wissen dass das bleiben kann, aber nicht die großen Gefühle sind, nicht das große Verliebtsein?

 

Ich will mich nicht mit dem Gefühl abgeben, dass ich irgendwann etwas aufgeben muss. Überdenke dir das doch einmal. Menschen erwarten von dir dass du dich festlegst. Doch warum? Ich komm mir oft so vor als wäre ich gerade erst aus meinem Ei geschlüpft. Ich strecke meine kleinen Ärmchen aus, beschnuppere meine Umgang, finde Gefallen an dem anderen Geschlecht und muss mich gleichzeitig noch in der Gesellschaft etablieren. Warum und wieso? Deine Familie  sagt dir, du sollst du sein. Mach dein Ding und fühl dich wohl. Haha. Währenddessen fickt dich dein ganzes Umfeld so dermaßen in den Arsch, dass du glücklicherweise in dieser Situation entscheiden kannst, an welcher Persönlichkeitsstörung du schlussendlich scheiterst.

 

Dreiundzwanzig.
Zu altern ist komisch. Du liest immer nur darüber, hörst wie Menschen über die dreißig schwingen und entscheidest dich im Kopf dagegen, dich jemals so aufzuführen. Ich und mit gröllen, tanzen zu Liedern, Kinder, die nach 2000 auf die Welt gekommen sind nicht kennen… Alleine dass ich so rede, so denke…
Dreiundzwanzig.
Zum Glück hab ich Menschen wie meine Ly, die mich jung halten.
Nächsten Monat kommt die Midlifecrisis habe ich gehört…

 

 

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One Response to “DREIUNDZWANZIG

  • man muss sich doch nicht festlegen, weder mit 17, noch mit 23 oder 67 🙂 zumindest nicht wenn man wirklich weiß dass mans nicht muss denk ich… lass dir nix erzählen wenn dich da wer vom gegenteil überzeugen will und dir mal wieder 30 jährige kaffeetrinkende, die beine überschlagende menschen durch ihre dekandente lebensweise ohne auch nur ein wort zu sagen suggerieren wollen dass das das leben ist. klingt irgendwie floskelhaft, der anfang des letzten satzes. ich glaub aber du weißt schon wie ichs mein.. vielleicht!

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